Low-E-Glas ist eine Glasart, die sichtbares Licht durchlässt, aber wärmeerzeugendes ultraviolettes Licht blockiert. Es wird auch als Hohlglas oder Isolierglas bezeichnet.
Low-E steht für niedrige Emissionsfähigkeit. Dieses Glas ist eine energieeffiziente Möglichkeit, den Wärmeaustausch zwischen Haus und Raum zu regulieren, wodurch weniger künstliche Heizung oder Kühlung benötigt wird, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.
Die Wärmeübertragung durch Glas wird mit dem U-Wert oder auch K-Wert gemessen. Dieser Wert gibt an, wie gut das Glas die nicht-solare Wärme reflektiert, die durch es dringt. Je niedriger der U-Wert, desto energieeffizienter ist das Glas.
Dieses Glas funktioniert, indem es Wärme zur Quelle zurückreflektiert. Alle Objekte und Menschen geben Energie in unterschiedlichen Formen ab, die die Temperatur eines Raumes beeinflussen. Langwellige Strahlung ist Wärme, kurzwellige Strahlung ist sichtbares Sonnenlicht. Die Beschichtung von Low-E-Glas lässt kurzwellige Strahlung durch, sodass Licht eindringen kann, während sie langwellige Strahlung reflektiert, um die Wärme im gewünschten Bereich zu halten.
In besonders kalten Klimazonen wird Wärme gespeichert und ins Haus zurückreflektiert, um es warm zu halten. Dies geschieht mithilfe von Solarkollektoren mit hohem Wärmegewinn. In besonders heißen Klimazonen hingegen leiten Solarkollektoren mit niedrigem Wärmegewinn überschüssige Wärme nach außen ab. Für Gebiete mit Temperaturschwankungen sind auch Solarkollektoren mit mittlerem Wärmegewinn erhältlich.
Low-E-Glas ist mit einer hauchdünnen Metallbeschichtung versehen. Diese wird im Herstellungsprozess entweder hart oder weich beschichtet. Weich beschichtete Low-E-Glasscheiben sind empfindlicher und daher leichter zu beschädigen. Sie werden in Isolierglasfenstern eingesetzt, wo sie zwischen zwei anderen Glasscheiben liegen. Hart beschichtete Varianten sind widerstandsfähiger und eignen sich für Einfachverglasungen sowie für Sanierungsprojekte.

Veröffentlichungsdatum: 27.09.2019